Profilwoche Gesundheit und Soziales

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Zukunft im Blick: Neuntklässler der Realschule Wallenhorst erkunden die Welt von Gesundheit und Soziales

Wallenhorst/Osnabrück – Während der Rest der Schule dem gewohnten Stundenplan folgt, tauchten die Schülerinnen und Schüler des Profilfaches „Gesundheit und Soziales“ (Jahrgang 9) der Realschule Wallenhorst in der letzten Februarwoche tief in die berufliche Praxis ein. Vom 23. bis zum 27. Februar 2026 hieß es: Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Kliniken, Fachschulen und Werkstätten.

Ein Fahrplan durch die Berufswelt

Die Profilwoche bot den Jugendlichen ein straffes und hochkarätiges Programm in Osnabrück und Umgebung:

  • Montag: Besuch der Evangelischen Fachschule Osnabrück.
  • Dienstag: Einblick in die Akademie des Klinikums Osnabrück.
  • Mittwoch: Hospitation an der Franz-von-Assisi-Schule.
  • Donnerstag: Heimspiel beim Berufsorientierungsparcours direkt in der Realschule Wallenhorst.
  • Freitag: Abschluss an der BBS Westerberg mit Workshops in den Bereichen Sozialpädagogik, Service, Hauswirtschaft und Körperpflege.

Brücken bauen, Ängste abbauen

Das Ziel der Woche ist klar definiert: Die Schüler sollen nicht nur theoretisch wissen, was eine Pflegekraft oder ein Erzieher macht, sondern die Institutionen der Berufsschule hautnah erleben. „Der Übergang von der allgemeinbildenden Schule zur beruflichen Ausbildung ist oft eine Hürde“, erklärt die verantwortliche Lehrkraft. „Durch den direkten Kontakt vor Ort wird diese Schwelle deutlich gesenkt.“

Besonders wertvoll empfanden die Neuntklässler das Gespräch mit den „Echten“: Der Austausch mit aktuellen Auszubildenden half dabei, Vorurteile abzubauen und ein realistisches Bild der Arbeitsbelastung, aber auch der hohen Sinnstiftung dieser Berufe zu erhalten.

Relevanz in Zeiten des Wandels

Angesichts des demografischen Wandels sind Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen zukunftssicherer denn je. Die Profilwoche verdeutlichte den Jugendlichen, dass sie hier nicht nur einen Job, sondern eine gesellschaftlich tragende Rolle finden können.

„Es war motivierend zu hören, welche Voraussetzungen man konkret für eine Bewerbung braucht. Das macht das Ziel greifbarer“, so das Fazit einer Schülerin nach dem Besuch der BBS Westerberg.

Vernetzung mit dem Unterricht

Die Praxiswoche war keine isolierte Veranstaltung, sondern eng mit den Modulen des Profilfaches verknüpft:

  1. Perspektiven: Auswertung von Anforderungsprofilen und Karrierewegen.
  2. Sozialpädagogik: Kennenlernen von Erziehungsberufen.
  3. Gesundheit & Pflege: Reflexion von Akut- und Langzeitpflege sowie Präventionsmaßnahmen.
  4. Hauswirtschaft & Ernährung: Einblicke in die Vielfalt moderner Dienstleistungsberufe.

Die positiven Rückmeldungen ehemaliger Schüler bestätigen den Erfolg dieses Konzepts: Wer heute schon weiß, wie es sich in einer Berufsschule „anfühlt“, startet morgen selbstbewusster in die Ausbildung oder das Fachabitur.